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Josef Achmann und die Künstler der Zeitschrift „Die Sichel“ 1919—1921




Dauer: 10. September bis 6. November 2020
Ort: Galerie Hochdruck, Friedmanngasse 12/5, 1160 Wien


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Im Impressum der ersten Ausgabe der expressionistischen Zeitschrift "Die Sichel", die von 1919 bis 1921 in Regensburg erschien, hieß es lakonisch:

Mitarbeiter der nächsten Hefte:
Josef Achmann, Gerhard Ausleger, Bruno Beye, Theodor Beye, Oskar Birkenbach, Georg Britting, Heinrich Campendonc (sic!), Aloys Erbach, Edmund Fabry, Franz Fabry, Arthur Goetz, Alfred Graf, Hans Harbeck, César Klein, Hedwig Mankiewitz, Felixmüller, Mynona, Will-Erich Peuckert, Richter-Berlin, Will Reindl, German Rüger, Anton Schnack, Friedrich Schnack, Hermann Sendelbach, Georg Tappert, Otto Zarek.

Die Sichel (Verlag Die Sichel in Regensburg) wird herausgegeben von Josef Achmann und Georg Britting und erscheint einmal monatlich. Verantwortlich für den literarischen Teil ist Georg Britting, für den grafischen Teil Josef Achmann. Alle Zuschriften sind zu richten an… etc.

Auf ein einleitendes „Programm“ musste der Leser verzichten. Aber die Liste der (vorläufigen) Mitarbeiter machte klar, dass bildende Kunst und Literatur absolut gleichberechtigt nebeneinander stehen sollten und man ging mit kurzen Prosatexten und Gedichten sowie Holzschnitten unbekannter junger Literaten und Künstler sowie klingender Namen wie Mynona oder Conrad Felixmüller als „Zugpferde“ in medias res. Das Motto der Zeitschrift „Schlaget die Sicheln an, denn die Ernte ist reif“, ein Zitat aus dem Alten Testament, wurde in einem Textbeitrag Achmanns erst gegen Ende des ersten Heftes offenbart, gefolgt von einem in typisch expressionistisch überhöhter Sprache abgefassten Appel an die Künstlerkollegen:

Ich höre immer Schreie von revolutionärer Kunst und sehe nur pathetisch verzerrte Akademien, schuppige Dekorationen, spekulative Farbenprestos und übernommene Aegyptologien: kantige Impressionen, entstanden aus der Not der nicht vorhandenen Notwendigkeit. Immer wollt Ihr verstanden sein, als ob es nicht wichtiger wäre, gefühlt zu werden. […]
Kunst ist Trieb im Menschen: warum laßt Ihr Euch nicht von Eueren Gefühlen treiben, die Euch in den Bann der Unendlichkeiten zwingen, die Euch die Decke des Zimmers aufreißen, dessen Wände Euch einkeilen und deren Schnittpunkte Euch teilen, warum folgt Ihr nicht den Gefühlen, wenn Sie Euch Sonnen, Gottheiten, Tiere, Steine, Blumen oder madonnenhafte Ovale und kämpfende Sicheln in den Angesichten zeigen statt naturwissenschaftlicher Begrenztheiten von Nase, Augen, Rumpf oder sonstiger Arithmetien?
Ich bin kein Abstraktionist. Es müßte nur sein, Ihr hieltet die vierte Dimension für abstrakt. Das ist sie nicht! Denn Ihr Maß sind Eure Gefühlserlebnisse und deren Summe das Bild.


Nur drei Jahrgänge erlebte die Zeitschrift, deren monatliches Erscheinen von Beginn an nicht eingehalten werden konnte. Sie reiht sich in eine fast unüberschaubare Zahl expressionistischer Zeitschriften zwischen 1910 und 1921 ein, in denen viele der Mitarbeiter der „Sichel“ – inklusive Josef Achmann – ebenfalls Beiträge veröffentlichten. So entstanden interessante Querverbindungen zu anderen Zentren Deutschlands mit deren jeweiligen expressionistischen Sprachrohren wie „Die Aktion“, „Der Sturm“ (Berlin), „Die rote Erde“, „Kündung“, „Silbergäule“, „Der Sturmreiter“ (Hamburg), „Der Weg“, „Die Bücherkiste“ (München), „Menschen“ (Dresden), „Die schöne Rarität“ (Kiel). Georg Britting resümierte 1922 in der wegen ihrer ebenfalls hochwertigen grafischen Beiträge wichtigen aber genauso kurzlebigen Hamburger Zeitschrift „Die rote Erde“ über die Arbeit Josef Achmanns:

Wenn wir nachts um zwei oder auch um drei Uhr durch die brave, schlafende Stadt in unsere zwei Dachstuben am Königshof zurückkehrten, setzte sich Achmann noch an den Tisch, rauchte eine Zigarette und legte eine Holzplatte bereit. Dann knirschte auch schon der Stichel im Holz und flogen die Späne. Die kräuselten sich oft lieblich, zu schönen Spiralen, wie die Streifen, die man aus der Apfelhaut schält. Manchmal prasselten sie hart und kurz zu Boden. O, wie die Platte nun aussah! Wie ein zerquältes, von Runzeln durchzogenes, zerschundenes Menschenangesicht. Dann schmierte die walze Druckerschwärze drüber hin. Schwarz und weiß stehen gegeneinander auf, Linien suchen, verschlingen und trennen sich und eine Straße, ein Strauch und ein hoher Himmel träumen. Zauberei. […] Der Krieg warf ihn herum In die Schützengräben in den Vogesen. Später in die Etappe, nach Gent, Brügge. Nach Oudenaarde, wo er ein Theater baute, es mit Fresken bemalte. Das Kriegsende sah ihn wieder in Regensburg. In seiner Soldatenzeit ist an Erwähnenswertem fast nur Graphik entstanden. […] Seine Graphik brachte die ersten Vorstöße ins Neuland. Seine Holzschnitte hatten wie unter einem Zwang gelitten an überkommener Form. In seinen Radierungen war er ihr fast entwischt. Nun riß er krafterprobend, alle Zäune ein. Von einem unheimlich sicheren Gefühl für Schwarzweißverteilung getragen, schuf er Blätter, die nichts mehr „darstellen“, deren Kraft und Schönheit in einem harten Rhythmus hinschwingen. […] Seine graphischen Blätter haben eine große Einfachheit erreicht. Mächtige, geschwungene Linien, breite strahlende Flächen von schwarz und weiß. Und die Münchner Neue Sezession, der Bund der „Jungen“, hat von Achmanns Graphiken drei aufgehängt… (zitiert nach: Veit Loers, Josef Achmann. Gemälde und Graphik, Regensburg 1979.)

An Politik im engeren Sinn scheinen weder Achmann noch Britting interessiert gewesen zu sein und so blieb die „Sichel“ nicht nur weitgehend frei von politischem Engagement, wie es seit Gründung der „Novembergruppe“ 1918 breite Kreise bei Künstlern zog, sondern zeigte sich auch von den Kriegserlebnissen – ein anderer breiter Themenkomplex in der Kunst nach 1918 – sonderbar unbeeindruckt. Die Mehrzahl von Achmanns Motiven machen zur Zeit der Herausgabe der „Sichel“ hingegen Themen aus seiner Privatsphäre sowie religiös-metaphorische Inhalte aus. Unter den Porträts finden sich neben Selbstporträts mehrere Darstellungen des Mitherausgebers Georg Britting sowie Achmanns Frau, der am Münchner Residenztheater engagierten Schauspielerin Magda Lena (Magdalena von Perfall), die auch in den von ihr gespielten Rollen dargestellt wird. Fast alle Darstellungen weisen dabei, indem bestimmte Eigenschaften überhöht oder symbolisch aufgeladen werden, über das Porträthafte hinaus. So ist der Titel für das Motiv einer abstrahierten Personengruppe in einem Exemplar eines Holzschnittes als „Familie“, in einem anderen Exemplar des gleichen Holzschnittes als „Gemeinschaft“ überliefert. Mit in für den Expressionismus typischer Weise lassen sich viele der religiösen Motive auch als Reflexion über das Künstlertum deuten oder werden zu Symbolen der künstlerischen Sphäre selbst: So steht das Motiv der „Sichel“ für die künstlerische Ernte; „Empfängnis“ für die künstlerische Inspiration; „Mutterschaft“ und „Geburt“ für den künstlerischen Schöpfungsakt; Helden des Alten Testaments wie Simson oder Judith für den Künstler oder die Künstlerin als herausragende Exponenten der Gesellschaft. Einen dritten Motivkomplex bilden mehr oder minder abstrakte Ansichten von Regensburg und dessen Umgebung. Wie Achmann in seiner Selbstbeschreibung ironisch bekundete, war er kein „Abstraktionist“. Die Einflüsse der die französische Avantgarde der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts bestimmenden Richtungen Kubismus, Futurismus oder Rayonismus sind aber nicht zu übersehen. Hier scheint Achmanns Parisaufenthalt von 1912 bis zum Kriegsausbrauch 1914 deutliche Spuren hinterlassen zu haben.

Die Galerie Hochdruck besitzt Probedrucke von Josef Achmann, die im Zusammenhang mit der späteren Publikation sowohl in der „Sichel“ als auch für andere Zeitschriften wie „Die rote Erde“ entstanden sind. Darüber hinaus Probedrucke von Holzschnitten Achmanns, die nicht Eingang in die „Sichel“ fanden oder auch aus Gründen des Formats dort keinen Platz finden konnten. Ergänzend werden auch Holzschnitte jener Künstler gezeigt, die zwischen 1919 und 1921 Beiträge für die „Sichel“ lieferten, womit sich ein lebhaftes Bild der expressionistischen Szene in Deutschland unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg und abseits der altbekannten Darstellungen der „Stars“ des deutschen  Expressionismus ergibt.

Für Freunde der expressionistischen Radierung zeigen wir gleichzeitig Arbeiten des Wieners Georg Ehrlich sowie von Käthe Kollwitz und Emil Nolde.

Josef Achmann and the artists of the magazine „Die Sichel“ 1919—1921


Duration: 10 September — 6 November 2020
Location: Galerie Hochdruck, Friedmanngasse 12/5, 1160 Wien


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The list of contributors in the first issue of the Expressionist magazine Die Sichel, published from 1919 to 1921 in Regensburg, states laconically:

Contributors to the next issue:
Josef Achmann, Gerhard Ausleger, Bruno Beye, Theodor Beye, Oskar Birkenbach, Georg Britting, Heinrich Campendonc, Aloys Erbach, Edmund Fabry, Franz Fabry, Arthur Goetz, Alfred Graf, Hans Harbeck, César Klein, Hedwig Mankiewitz, Felixmüller, Mynona, Will-Erich Peuckert, Richter-Berlin, Will Reindl, German Rüger, Anton Schnack, Friedrich Schnack, Hermann Sendelbach, Georg Tappert, Otto Zarek.

Die Sichel (Verlag Die Sichel in Regensburg) is published by Josef Achmann and Georg Britting and appears monthly. The literary editor is Georg Britting and the picture editor Josef Achmann. Please address all comments to …

There was no introductory “programme” for readers, but the (provisional) list of contributors clearly demonstrated that fine art and literature would be given absolutely equal treatment and that the editors were plunging into the thick of it with short prose texts, poems and woodcuts by young unknown writers and artists as well as resonating names such as Mynona or Conrad Felixmüller. The motto “Swing the sickles for the harvest is ripe”, a quotation from the Old Testament, was first revealed in an article by Achmann towards the end of the first issue, followed by an appeal to fellow artists in the typically inflated Expressionist language to trust their feelings rather than the theories.

The magazine survived for only three years, and from the outset it proved impossible to maintain the monthly rhythm. It was one of a vast number of Expressionist magazines appearing between 1910 and 1921, in which many of the contributors to Die Sichel, including Josef Achmann, also published articles. There was thus an interesting cross-fertilization with other centres in Germany and their Expressionist mouthpieces such as Die Aktion and Der Sturm (Berlin), Die rote ErdeKündungSilbergäule and Der Sturmreiter (Hamburg), Der Weg and Die Bücherkiste (Munich), Menschen (Dresden) and Die schöne Rarität (Kiel).

Neither Achmann nor Britting appeared to be interested in politics in the narrow sense and Die Sichel was not only extensively free of the political commitment shown by many artists after the founding of the November Group in 1918, but also appeared to be unaffected by the war experiences – another wide-ranging theme in post-1918 art. Most of Achmann’s themes in Die Sichel come from his own private sphere or have metaphorical religious content. Besides self-portraits, there were portraits of co-editor Britting and Achmann’s wife, the actress Magda Lena (Magdalena von Perfall) from the Residenztheater in Munich, who was also shown in some of her roles. Some of the features were exaggerated or charged with symbolism, so that they were more than mere portraits. Thus, one impression of the same woodblock showing an abstract group is entitled Family while another impression is called Community. In typical Expressionist manner, many of the religious motifs can also be interpreted as a reflection on artistry or as symbols of the art sphere. itself. Thus the sickle stands for the artistic harvest, conception for artistic inspiration, motherhood and birth for artistic creation, and heroes of the Old Testament such as Samson or Judith for artists as exceptional members of society. A third set of motifs is formed by the more or less abstract views of Regensburg and the surrounding area.

As Achmann announced ironically in the first issue of Die Sichel, he was not an “abstractionist”. And yet the influences of the French avant-garde from the first decade of the twentieth century in the form of Cubism, Futurism or Rayonism are evident. Achmann’s time in Paris from 1912 until the outbreak of war in 1914 appears to have left its mark.

Galerie Hochdruck has proof copies by Josef Achmann of contributions for future publication in Die Sichel and in other magazines such as Die rote Erde. It also has woodcuts by Achmann that were not published in Die Sichel or were too large for it. There are also woodcuts by the artists who contributed to Die Sichel between 1919 and 1921. Together they offer a vivid picture of the Expressionist scene in Germany after the First World War, away from the “stars” of Germany Expressionism.

For those who enjoy Expressionist etchings, we are also showing works by the Viennese artist Georg Ehrlich and by Käthe Kollwitz and Emil Nolde.

1

Josef Achmann

Britting 1920
Holzschnitt auf bräunlichem Velin, 11,6 x 14,7 cm (35,8 x 22,8 cm).  Mit Blst. u. r. in der Hand Achmanns bezeichnet "Britting 1920 (?)", darunter hs. nummeriert "24".

750

2

Josef Achmann

Landschaft 1920
Holzschnitt auf gelblichem Velin, 20 x 24 cm (34 x 48,6 cm). Unter der Darstellung l. bez. "Landschaft", r. sign. u. dat. "Josef Achmann 20".

1200

3

Josef Achmann

Die Sichel (Signet für "Die Sichel") 1919
Holzschnitt auf unregelmäßig gerissenem Velin, 10,1 x 7,5 cm (ca. 26,5 x 20 cm). Signiert u. datiert "Achmann 19". In der r. u. Ecke hs. nummeriert "21".
Dieses Signet wurde in fotomechanisch verkleinerter Form von der ersten Nummer (Juli 1919) der Zeitschrift „Die Sichel“ bis einschließlich Heft 5 verwendet. Ab Heft 6 (Dezember 1919) folgt ein anderes Signet und ab dem Aprilheft des 2. Jahrgangs 1920 kehrt das ursprüngliche Signet wieder auf die erste Seite zurück.

650

4

Josef Achmann

Die Sichel 1919
Sondernummer Ex libris. 1. Jg., 2. Heft, August 1919. Mit Original-Holzschnitten sowie Klischees nach Holzschnitten von Josef Achmann (OHS), Edmund Fabry, Oskar Birckenbach (OHS), Conrad Felixmüller und Heinrich Campendonk.

400

5

Josef Achmann

Der Raucher (Bildnis Britting) 1919
Original-Druckstock, 17,1 x 13,1 cm.
Abgedruckt in „Die Sichel“, 1. Jg., 3. Heft (Sondernummer Bildnisse), September 1919.

1800
(inkl. Neudruck)

6

 

Josef Achmann

Der Raucher (Bildnis Britting) 1919
Holzschnitt auf Japanpapier, 17,1 x 13,1 cm.
Neudruck (Reiberdruck) vom Originalstock (siehe vorige Katalognummer) von Attila Biás.

300

7

Josef Achmann

Frau im Bad 1920
Holzschnitt auf bräunlichem Velin, 20,3 x 10,1 cm (26,4 x 19,7 cm). Mit Blst. sign. u. dat. "Achmann 20". In der u. r. Ecke mit Bleistift in der Hand Achmanns nummeriert "36". Die handschriftlichen Nummern "37" und "34" rechts daneben durchgestrichen. Abgedruckt in "Die Sichel", 2. Jg., Mai 1920.

750

8

Josef Achmann

Magda Lena 1921
Holzschnitt auf stark strukturiertem, unregelmäßig geschnittenen Japanbütten, teilweise mit Schöpfrand, 17,6 x 14,5 cm (ca. 28,5 x 21,3 cm). Mit Blst. u. l. in der Hand Achmanns bezeichnet "Magda Lena / 1921/22". Hs. nummeriert o. r. "24", u. r. "35" / 19   37 (beide durchgestrichen).
Eines von 5 Motiven aus dem Zyklus "Judith". Achmanns Frau, die Schauspielerin Magda Lena (Magdalena von Perfall) spielte die Hauptrolle in Hebbels Drama. Vier weitere Motive, ebenfalls Probedrucke und auf dem gleichen Papier gedruckt, befinden sich ebenfalls im Besitz der Galerie Hochdruck. Siehe Vitrine Kat. V2.

750

9

Josef Achmann

Selbstbildnis 1922
Holzschnitt auf Velin, auf Karton aufgezogen. Im Bild mit Blst. signiert und datiert "Josef Achmann / 22". Auf dem ursprünglichen (stark säurehaltigen) Montagekarton mit Blst. u. r. (von fremder Hand?) in Kurrentschrift bezeichnet "Selbstb. A.".

1500

10

Josef Achmann

Lesende am Fenster 1921
Holzschnitt auf Japanpapier, 36,3 x 21,6 cm (Stock). Probedruck und vermutlich einziger Abzug. Der Werkverzeichnisverfasser Veit Loers verzeichnet genau dieses Exemplar, ohne eine Auflage zu nennen. Provenienz: Sammlung Pabst.

1800

11

Josef Achmann

Simson 1916
Holzschnitt auf bräunlichem Velin, ca. 21,1 x 17,2 cm (48,9 x 33,9 cm). Mit Blst. u. r. (von Achmann?) bezeichnet "Jos. Achmann 1916 / «Simson» ". Hs. nummeriert o. r. "8", über der Signatur "28" und in der Ecke u. r. "15"

900

12

Josef Achmann

Doppelbildnis B.(ritting) A.(chmann) 1919
Holzschnitt auf gelblichem Velin, 15,8 x 20,7 cm (48,8 x 33,8 cm). Oben und unten rechts mit Blst. nummeriert "27". In der u. r. Ecke mit Bleistift in der Hand Achmanns bezeichnet "1919. (?) / Sichelheft 5 1. Jahrg. / 18 (durchgestrichen)". Abgedruckt in "Die Sichel", 1. Jg., 5. Heft, November 1919.

900

13

Josef Achmann

Familie (Gemeinschaft) 1918
Holzschnitt auf gelblichem Velin, 28,7 x 24,3 cm (49 x 38,8 cm). Unter der Darstellung l. bez. "familie", r. sign. u. dat. "Josef Achmann 18"

1200

14

Josef Achmann

Empfängnis 1920
Holzschnitt auf gelblichem Velin, 8,2 x 7 cm (48,9 x 34,1 cm). In der u. r. Ecke mit Bleistift num. "25". In der u. l. Ecke mit Bleistift in der Hand Achmanns bezeichnet "Sichel II 2 u 3. Heft 1920 / Empfängnis 1920 Sichel". Abgedruckt in "Die Sichel", 2. Jg., 2. u. 3. Heft, Februar-März 1920.

650

15

Josef Achmann

Flucht 1920
Holzschnitt auf gelblichem Velin, 23,7 x 18,8 cm (49 x 34 cm). Unter der Darstellung l. bez. "flucht", r. sign. u. dat. "Josef Achmann 20".

900

V1

Heinrich Campendonk

Sitzender Weiblicher Akt mit Rehen und Hund 1916
Holzschnitt auf Bütten, 18 x 12,8 cm
Neudruck vom Originalstock aus: Heinrich Campendonk, Das graphische Werk. Neu bearbeitet von Gerhard Söhn, Düsseldorf 1996 (500 Ex.)

sold

V2

Josef Achmann

Judith I (Judith und Holofernes) 1921
Holzschnitt auf stark strukturiertem Japanbütten, teilweise mit Schöpfrand, 17,7 x 14,5 cm.
Einer von fünf Probedrucken zu der in "Die Rote Erde", 2.Folge, 1.Buch im Adolf Harms Verlag Hamburg 1922 erschienenen Serie „Judith“, die Achmanns Frau, die Schauspielerin Magda Lena in der Rolle von Hebbels Judith zeigt (siehe auch Kat. 8). Ein weiterer Holzschnitt zum Thema „Judith“ findet sich auch in der „Sichel“, und zwar im Interimsbuch 1921.

750

V3

Karl Opfermann

Madonna 1920
Holzschnitt auf bräunlichem Velin, 23,6 x 15,8 cm (26,5 x 19,8 cm). Mit Blst. u. r. signiert "Karl Opfermann". Abgedruckt in "Die Sichel", 2. Jg., August1920.

750

V4

Josef Eberz

Mütterlichkeit 1920
Holzschnitt auf bräunlichem Velin, 11 x 17 cm (19,8 x 26,1 cm). Signiert und datiert in Blst. "J. Eberz 19" und mit hs. Nummer in der u. r. Ecke "50". Abgedruckt in "Die Sichel", 2. Jg., November 1920.

750

V5

Conrad Felixmüller

Selbst mit meiner Frau 1918
Titelholzschnitt zu „Die schöne Rarität“, 3. Heft, Juni 1918 (komplett). Das Heft enthält noch die Original-Holzschnitte „Mann und Frau“ (Söhn 156b) sowie „Geburt“ (Söhn 117b, siehe nächste Katalognummer).

900

V6

Conrad Felixmüller

Geburt 1917
Holzschnitt auf Velin, 10,9 × 12 cm. Einer von wenigen Probeabzügen (Söhn 117a) vor dem Abdruck in „Die schöne Rarität“, 3. Heft, Juni 1918. Siehe vorige Katalognummer.

1800

V7

 

Georg Tappert

Mariä Empfängnis 1917
Linolschnitt auf Japanpapier, 14 x 11,2 cm
Einer von 15 von Anneliese Tappert signierten Nachlass-Drucken mit dem Stempel verso, hrsg. von der Galerie Nierendorf 1963/64. Wietek 83.

300

V8

 

Georg Tappert

Mädchen mit Hutschleier 1918
Linolschnitt auf Bütten, 16,5 x 12,9 cm. Wietek 108.
Druck vom Originalstock aus: Kunstblätter der Galerie Nierendorf, Nr. 1, erschienen im Oktober 1963 in einer Auflage von 2000 Stück. Das Heft enthält außerdem die Linolschnitte „Sitzende mit Hut in Café“ (um 1918, Wietek 124, auch abgedruckt in „Die Sichel“, 1. Jg., Heft 1, Juli 1919) und „Landschaft I“ (1918, Wietek 102), sowie den Holzschnitt „Mädchen am Tisch“ (1910, Wietek 33). Alle Graphiken sind von den Originalstöcken gedruckt.

300

V9

 

Georg Tappert

Groteskes Bildnis 1918
Linolschnitt auf Japanpapier, 11,5 x 12,2 cm.
Einer von 25 von Anneliese Tappert signierten Nachlass-Drucken mit dem Stempel verso, hrsg. von der Galerie Nierendorf 1963/64. Wietek 125.

300

16

Georg Ehrlich

Carrara II 1925
Radierung auf Karton, 21,6 x 22 cm (Platte). Signiert und datiert „Ehrlich 25“. Bezeichnet „Carrara II. Probedruck“.

sold

17

Georg Ehrlich

Nach der Kreuzigung 1922
Radierung auf Velinpapier, 34,7 x 24,5 cm.
Signiert „Ehrlich“ und gewidmet „Frau Werners zu Weih/nachten 27/E.“                              

650

18

Georg Ehrlich

Kauernder Mann (Selbstporträt) um 1927
Durchdruckzeichnung (Monotypie) auf Japanpapier mit unregelmäßig gerissenen Blatträndern, ca. 31,6 x 23,2 cm (Blatt). Unikat. Signiert „Ehrlich“. Ein Selbstbildnis von Ehrlich in der gleichen Technik, datiert 1927, wird von Erica Tietze-Conrad in einer Ausgabe der Zeitschrift „Die graphischen Künste“ von 1928 besprochen. Die vorliegende Durchdruckzeichnung dürfte etwa zur gleichen Zeit entstanden sein.

900

19

Georg Ehrlich

Mutter mit Kind und zwei kauernde Frauen um 1925
Radierung auf Velinkarton, 29,6 x 19,6 cm (Platte). Signiert „Ehrlich“. Anzahl, Aussehen und Charakter der abgebildeten Personen sowie die Landschaft im Hintergrund lassen darauf schließen, dass es sich um eine weitere Version des „Carrara“-Motivs handelt (siehe Kat. 16).

450

20

Käthe Kollwitz

Vier Männer in der Kneipe 1892/93
Radierung auf breitrandigem Kupferdruckpapier (weiches, cremefarbiges Velin), 12,9 x 15,9 cm (Platte). Auflage in bzw. nach 1931 nach Beseitigung der gestochenen Schrift, hrsg. von Von der Becke, mit dessen Blindstempel im rechten unteren Plattenrand recto.

1200

21

Emil Nolde

Tischgesellschaft 1906
Radierung auf Van Gelder Zonen-Bütten. 1906.
15,2 x 19,2 cm (Platte). Erschienen außerhalb der Auflage von 20 nummerierten Exemplaren und außerhalb der Auflage in "Zeitschrift für Bildende Kunst", 1907. Vor der typographischen Inschrift im unteren weißen Rand.

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